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Auslandpraktikum in Neuseeland

von Lukas Steinmann

Ich brause um 4:00 Uhr morgens mit dem Quadbike durch die Wiese. Mit einer Stirnlampe auf dem Kopf bin ich auf der Suche nach mehreren Kälbern. Was läuft hier falsch? Nein, ich habe die Stalltüre nicht offengelassen: Es ist «Calvingseason» in Neuseeland!

Hinreise

Der winterlichen Kälte konnte ich 2019 ausweichen durch ein sechsmonatiges Auslandpraktikum in Neuseeland. Anfangs August kam ich nach einem stundenlagen Flug in Christchurch an. Dort wartete schon mein zukünftiger Chef auf mich. Auf der Fahrt nach Rakaia redete dieser sehr viel mit einem für mich gewöhnungsbedürftigen Neuseeländerenglisch. Verstanden habe ich kein Wort. Auf der Farm angekommen zeigte er mir mein neues Zuhause. Nach dieser langen Hinreise konnte ich mich erstmal ausruhen.

Die Farm

Ich kam auf eine Farm mit drei Betrieben. Der erste Betrieb diente zur Jungviehaufzucht für etwa 300 Tiere. Zudem wurde auf diesem Betrieb das Winterfutter produziert. Auf der zweiten Farm lebten 520 Milchkühe. Auf dem letzten Betrieb molken wir 680 Kühe. Insgesamt umfasste die Farm etwa 500 Hektaren bewässerte Fläche. Ich molk jeweils 4 Tage auf dem einem Betrieb und danach 4 Tage auf dem anderen Betrieb. Zwischendurch konnte ich auch beim Jungvieh auf der ersten Farm mithelfen.

Calvingseason

Da von Juli bis September in Neuseeland «Calvingseason» ist, gab es aber keine Zeit zum Nichtstun. Wir sammelten jeden Tag mehrere Kälber ein und tränkten diese. Frisch gekalbte Kühe musste aussortiert werden und kamen in eine neue Gruppe. Mit jedem Tag gab es mehr Kälber, mehr Kühe zum Melken und tausende Liter Milch.

Nach der Calvingseason

Im November startete die Besamungssaison. Über die Hälfte der Kühe wurden künstlich besamt. Die  restlichen Kühe wurden von einem Stier besprungen. An Weihnachten waren alle Kühe gedeckt. Danach gab es nicht mehr so viel zu tun. Wir hatten keine aufwendigen Kälber mehr und alle Kühe        waren besamt. Der Alltag bestand aus Melken, Kühe füttern und Wiesen bewässern.

Reisen

Ende Januar verliess ich die Farm und bereiste mit Kollegen die ganze Insel. Das andere Ende der Welt ist sehr vielfältig: Es gibt Seen, Meeranstoss, Berge, Gletscher, Urwald, Vulkan und vieles mehr zu sehen. Es ist einfach ein wunderschönes Land! Ich verbrachte in Neuseeland eine unvergessliche Zeit. Ein Auslandpraktikum in diesem Land kann ich jedem wärmstens weiterempfehlen!

 

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